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Wärmedämmung und … Dämmstoffdicke

Dämmeffekt und Dämmstoffdicke: Im Spannungsfeld zwischen „EnEV-Gehorsam“ und ästhetischen oder raumklimatischen Argumenten sehen sich viele Bauherren ratlos. Hier müssen qualifizierte Experten bestimmen, wo und wie dick gedämmt wird – und damit auch, welches System bzw. welche Materialien zum Einsatz kommen. Es geht um Chancen, Risiken und Gestaltung.

Auch bei der Dämmstoffdicke kommt es auf Augenmaß an. Das gilt ganz besonders bei der Wärmedämmung von Gebäuden. Trotzdem besteht bei vielen Hauseigentümern oder Bauherren die Vorstellung, man werde per Gesetz quasi zum „dicken Glück“ einer möglichst stattlichen Dämmung gezwungen. Und am besten auch noch bei allen Wänden beidseitig. Hier ist Fachwissen gefragt. Gefolgt von einer nachvollziehbaren Aufklärung von Missverständnissen beim Bauherrn.

Vermittlung contra „Versiegelung“.

Eine der häufigsten Ängste lautet: Die dicke Wärmedämmung versiegelt Wände derart, dass diese nicht mehr „atmen“ können. Mit dem richtigen System ist dies jedoch kein Problem. EPS-Dämmstoffe weisen einen ?-Wert von 10-70 auf, Mineralwolle liegt bei 1-2. Diese Werte sind geradezu verschwindend gering im Vergleich zu einer dichten Kunststoff-Folie mit einem µ-Wert von 100.000.

Heizung und Dämmung koordinieren.

Nicht nur die KfW-Förderung ist abhängig vom Urteil eines Experten für energetische Sanierung – auch die Zusammenführung von Heizungsanlagen- und Wärmeschutzverordnung zu einem gemeinsamen Gesetz spricht für den Einsatz des Energieberaters. Im Prinzip geht es hier darum, in der Gesamtbilanz des Hauses die Anlagentechnik und die Faktoren der Wärmedämmung zu bilanzieren. Und erst dann gibt es für ein Gebäude auch den zur Neuvermietung oder zum Verkauf vorgeschriebenen Energieausweis. Für Neubauten besteht diese Ausweispflicht übrigens schon seit 2002 – mit einer Gültigkeit von 10 Jahren. Es wäre also wieder an der Zeit …

KfW-Förderungen für Wärmedämmung.

  • Programm 153 für Bauherren „Energieeffizient Bauen“: Dieses Programm kann bei Neubauvorhaben in Anspruch genommen werden.
  • Programm 151 für Sanierer: Zur Senkung des Energieverbrauchs eines Altbaus für Heizen, Warmwasser etc. durch eine Wärmedämmung auf dem Standard eines KfW-Effizienzhauses.
  • Programm 152 für Sanierer: Damit werden seit März 2011 auch einzelne Sanierungsmaßnahmen gefördert. Ein Sachverständiger muss die Maßnahmen begleiten.
  • Programm 141 für Modernisierer: Im Rahmen des Programms „Wohnraum modernisieren“ wird u.a. eine Innendämmung gefördert.

Weitere Infos unter www.kfw.de

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