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SiepelmeyerHilger

Es muss in der Praxis gemeistert werden …

Die Verbandsvorsitzenden der Stuckateure, Jürgen Hilger, und der Maler, Karl-August Siepelmeyer, im Gespräch über Intention und Inhalte der Fachartikel-Reihe zum Thema „Wärmedämmung mit Augenmaß“.

Herr Siepelmeyer, Herr Hilger,
wie sehen Sie die aktuellen Entwicklungen beim Thema Wärmedämmung?

Karl-August Siepelmeyer: Das Maler- Lackiererhandwerk hat einen seiner Schwerpunkte schon traditionell bei der Renovierung und Sanierung. Unser Marktanteil bei der Wärmedämmung von Fassaden ist heute schon sehr beachtlich. Mit den neuen Rahmenbedingungen zur energetischen Gebäudesanierung wird dieses Leistungsfeld weiter zunehmen – als Handwerker können wir hier natürlich individuelle Lösungen finden.

Jürgen Hilger: Klimaschutz hat in unserer Gesellschaft eine hohe Priorität. Die Wärmedämmung von Gebäuden trägt dazu wesentlich bei. Die Aufgabe des Fachhandwerks ist es, Bauherren und Immobilienbesitzer individuell zu beraten und vorhandene Ängste zu nehmen.

Haben sich Ihre Verbände darum gemeinsam mit dem IWM als „Vorreiter“ für die Aufklärungskampagne „Wärmedämmung mit Augenmaß“ zusammengetan?

Jürgen Hilger: Das kann man so sagen. Ganz im Sinne unseres Leitmotivs „Augenmaß“ wollen wir sachliche und belastbare Aufklärung mit praktischem Nutzwert leisten: über Kosten, Nutzen und die verschiedenen Möglichkeiten der Wärmedämmung.

Karl-August Siepelmeyer: Ein ganz wichtiger Teil werden die Erfahrungen von Profis aus der Praxis sein. Also welche Fragen stellen sich im Kontakt mit Bauherren oder Architekten – wie kann man gute Argumente auch wirklich überzeugend rüberbringen.

Konkret: Welche Themen können wir erwarten?

Karl-August Siepelmeyer: Von realistischen Einsparpotentialen über sinnvolle Dämmstoffdicken bis zu architektonischen Gestaltungsmöglichkeiten – vom Vermeiden von Schimmel in der Wohnung bis hin zum Thema Algen und Pilze an der Außenfassade.

Jürgen Hilger: Und es wird eine ganzheitliche Vorstellung aller Systeme und Verfahren sein: ob Wärmedämm-Verbundsysteme, Innendämmsysteme, Wärmedämmputze oder wärmedämmendes Mauerwerk. Denn wichtig ist, dass alle beteiligten Kräfte und Kompetenzen jetzt gebündelt werden.