IWM_Projektpartner_Holzkirchen

IWM unterstreicht Kompetenz bei Umweltforschung

Seit zehn Jahren betreiben der Industrieverband WerkMörtel e.V. (IWM) und das Fraunhofer-Institut für Bauphysik gemeinsam mit Unternehmen aus der Rohstoffindustrie und weiteren Partnern ein Projekt zur Umweltforschung. Am 10. und 11. Juni kamen alle Beteiligten in Holzkirchen zusammen, um sich über den aktuellen Sachstand zu informieren. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Frage, wie sich Putze, Mauermörtel und Estrichmörtel auf Umwelt und Gesundheit auswirken.

Umwelteigenschaften von Produkten werden ermittelt

Als der IWM das Umweltforschungsprojekt vor zehn Jahren ins Leben rief, gehörte der Verband zu den Pionieren auf diesem Gebiet. Mittlerweile sind die Themen Umwelt und Gesundheit längst in der Baustoffindustrie angekommen. Der IWM sieht darin eine Herausforderung. „Unsere Produkte werden außen und innen eingesetzt, meistens sogar großflächig. Da liegt es auf der Hand, dass Fragen gestellt werden“, begründet IWM-Hauptgeschäftsführer Dr. Hans-Joachim Riechers das besondere Interesse. Welche Stoffe waschen bei Regen aus Fassadenputzen aus? Welchen Einfluss haben Innenputze und Estrich auf die Wohngesundheit? Diesen Fragen widmen sich die Mitgliedsunternehmen des IWM gemeinsam mit den Projektpartnern im Rahmen des Forschungsvorhabens und ermitteln so stetig Verbesserungspotenziale.

Einfluss auf europäische Produktnormen

Die Fakten werden in aufwendigen Freilandversuchen und in komplexen Laborprüfungen wissenschaftlich ermittelt. „So systematisch wurde wahrscheinlich noch kein Baustoff untersucht“, meint Dr. Dieter Marz, Leiter des zuständigen Umweltausschusses im IWM. „Unsere Erkenntnisse finden schon jetzt Eingang in die europäische Normung und die nationale Diskussion mit Gesetzgeber und Behörden. Auch das Umweltbundesamt, das Deutsche Institut für Bautechnik und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung zeigen Interesse.“

Da auf europäischer Ebene bisher kaum verwertbare Grundlagen vorliegen, kommt den Ergebnissen des deutschen Forschungsprojektes eine große Bedeutung zu. „Entscheidend wird es sein, wie die Ergebnisse der Untersuchungen am Ende zu bewerten sind und welche Grenzwerte in Zukunft gelten sollen“, so Dr. Marz. „Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg.“

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